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Dienstag, 13. 09. 2011 | Wirtschaft & Politik
In einer Sitzung des Hamburger Untersuchungsausschusses "Elbphilharmonie" hat Hochtief-Chef Henner Mahlstedt zur Klärung der Frage der immensen Kostensteigerung beim Bau des Gebäudes beigetragen. Ein "Pauschalfestpreis", wie die städtische Realisierungsgesellschaft (Rege) behauptet habe, sei nie vereinbart worden, so eine Meldung des Hamburger Abendblattes vom Samstag.
Visualisierung: © Herzog & de Meuren/www.elbphilharmonie
Zentrale Frage der Ausschusssitzung war die nahezu Verdreifachung der Baukosten innerhalb von zwei Jahren von 114 auf 323,5 Millionen Euro. Laut Mahlstedt habe die Rege den Hamburger Senat diesbezüglich falsch unterrichtet. In diesem Zusammenhang sei auch der im Herbst 2008 erfolgte 137 Millionen Euro betragende Nachtrag zu sehen. Hier hatte der Senat verkündet, der Bausoll wäre damit zu 95 Prozent erfüllt. Ob dies nun tatsächlich zutreffe, könne jedoch nicht mit Sicherheit bejaht werden.
Zwar wies Hochtief nach einem Bericht von NDR 90,3 bereits vorher Spekulationen der Rege über weitere Nachforderungen in Höhe von rund 100 Millionen Euro zurück, jedoch lies der Hochtief-Chef gegenüber dem Untersuchungssausschuss auch durchblicken, die Stadt könne sich nun nicht mehr auf darauf verlassen, nicht noch weiteren Nachträgen ausgesetzt zu werden.
Für die Probleme beim Bau der Elbphilharmonie macht Mahlstedt u.a. die äußerst komplizierte Vertragsstruktur verantwortlich. Ebenso habe eine befriedigende Synchronisierung der Architektenpläne nicht stattgefunden. Während des Bauverlaufs sei es darüber hinaus zu einigen Änderungen gekommen.
Die Kostenfrage ist damit immer noch nicht abschließend geklärt. Die Stadt Hamburg hatte gegen das Konsortium der Unternehmen Hochtief und Commerz Real, die Admanta, bereits Klage vor dem Landgericht Hamburg eingereicht. Zu klären ist dort die Frage, wer nun die Verantwortung für die erhebliche Bauverzögerung trägt.
Quelle: WB-Online-Redaktion
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